Feature

41. GTP Jahrestagung 2023 - Bonn

Datum

12.5.2023
bis
14.5.2023

 

 

Ort

Bonn, Deutschland

 

Ausrichter

Dr. Andreas Schultz

12.-14. Mai 2023         

Bonn, Deutschland

Hier erhalten Sie in Kürze weitere Informationen zur nächsten Jahrestagung.



Rückblick GTP2022 Basel - Bericht und Film

Liebe GTP Mitglieder und Interessierte,

wir freuen uns Ihnen als Abschluss einer gelungenen Tagung in Basel einen Abschlussfilm sowie einen Bericht online stellen zu können und laden Sie herzlich zu diesem Ausklang ein. Wir danken dem engagiertem Organisationsteam sowie allen an dem Gelingen der Tagung beteiligten Personen!

Wer sich noch einmal auf der Originalseite der Tagung umschauen und z.B. das detaillierte Programm einsehen möchte, der folge diesem Link.

Durch Klicken auf den Play-Pfeil gelangen Sie zum Film.

Die 40. Jahrestagung der GTP fand in diesem Jahr erstmalig in der Schweiz statt. Wir wählten Basel als Austragungsort, da uns mit dieser Stadt professionelle und persönliche Kontakte verknüpfen. Mitglieder des Organisations-komitees pflegen enge Verbindungen mit dem Schweizer Tropeninstitut oder arbeiten an der Universitätskinderklinik. Günstig erschien auch die gute Erreichbarkeit für die Deutschen Teilnehmer.

 

Das Zentrums für Lehre und Forschung des Universitätsklinikums bot einen idealen Rahmen und ausreichend Räumlichkeiten für die verschiedenen Programmpunkte der Tagung, wie verschiedene Workshops zu Beginn der Tagung, der Posterpräsentation und das ausreichend grosse Auditorium.

 

Jedes Jahr bestimmen die Ausrichter:innen der Tagung das Leitthema. Dieses Jahr wählten wir den Titel: Integrating General Paediatrics in Health Systems of Resource Limited Settings: Scope of the Speciality and Needs Assessment on Staffing and Logistics. Damit sollte die Aufmerksamkeit auf viele Innovationen bezüglich Diagnostik und Therapie geleitet werden, aber unter Berücksichtigung oft ungenügender Personaldichte oder Ausbildungsgrad.

Unter den gut 200 Teilnehmer:innen konnten wir 11 eingeladene internationale Gäste begrüssen, die schon die Wochen zuvor an unserem jährlichen Intensivkurs in Internationaler Kindergesundheit in Rauischholzhausen teilgenommen hatten.

Es wurden 18 Poster akzeptiert und präsentiert, 5 davon als Kurzvortrag während des Hauptprogramms. Eine Studie zu Nachbetreuung schwer kranker Kinder nach Entlassung in ihren Heimatbezirk wurde mit dem Helmut Wolf Preis ausgezeichnet.

Als Auftakt zur Tagung wurden diesmal 5 Workshops angeboten, die auf grosses Interesse stiessen. Erstmalig wurde der Klimawandel und post-koloniale Entwicklungshilfe thematisiert. Aufgrund der grossen Nachfrage werden die Kapazitäten hierfür in den kommenden Jahren ausgebaut werden.

Zum Auftakt des Hauptprogramms richtete Prof Utzinger vom SwissTPH die Grussworte an die Teilnehmer und betonte die Bedeutung der Pädiatrie innerhalb der Internationalen Zusammenarbeit, der jedoch vielfach nicht genügend Aufmerksamkeit und Förderung zuteil wird.

Die erste Session bot einen Querschnitt durch konkrete Anwendungen digitaler Programme zur verbesserten Erfassung klinischer Daten, Gebrauch diagnostischer und therapeutischen Algorithmen sowie Apps, die durch präzise Befunderhebung die Erarbeitung therapeutischer und individueller Anfertigung von Hilfsmittel unterstützt.

Die Vorstellung von GTP Projekten und Beispiele Schweizer Engagements in Ländern mit niedrigem Einkommen bot Anlass zum Erfahrungsaustausch und Werbung zur Mitarbeit.

Neu wurde den Teilnehmern für die Themen der pädiatrischen Chirurgie, palliativen Medizin, der Rehabilitation und nicht infektiöser, chronischer Erkrankungen ein Forum zur Diskussion und Vernetzung geboten. Die Krankheitslast, mit Konsequenz für Gesundheitssysteme und Familien wurden eindrücklich präsentiert und diskutiert. Diese Themen werden auch sicher in Zukunft innerhalb der GTP mehr Beachtung finden.

Innovationen in Diagnostik und Therapie bezüglich bedeutungsvollen Infektionserkrankungen innerhalb der pädiatrischen Bevölkerung in Ländern des globalen Südens waren Schwerpunkt der Vorträge am letzten Tagungstag. Neben der kritischen Betrachtung aktueller Therapieadaptation für Malaria wurden neue Ansätze in der Therapie von Helminthosen und Sepsis vorgestellt. Abschließend setzte sich das Auditorium nach Impulsvorträgen und Paneldiskussion kritisch mit der Auswirkung der Coronapandemie auf internationale Impf- und Gesundheitsprogramme auseinander.

Der Gesellschaftsabend im Atlantis bot allen Gästen eine weitere willkommene Gelegenheit Kontakte professioneller und privater Art zu knüpfen.

Herzlich danken möchten wir unseren Sponsoren  für die großzügige finanzielle Unterstützung, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, engagierte internationale Gäste und Referenten zur Bereicherung der Veranstaltung einzuladen.


Medizinische/r Fachangestellte/r (w/m/d)

Das Institut für Tropenmedizin, Reisemedizin und Humanparasitologie der Universität Tübingen sucht:

1) eine/n medizinische/n Fachangestellte/n MFA (w/m/d)

In Voll- oder Teilzeit als zunächst Elternzeitvertretung
Die Stelle ist zunächst befristet für 2 Jahre, mit der Möglichkeit einer Verlängerung.
Bewerbungsfrist: 15.09.22

Stellenausschreibung im Original und Ansprechpartner hier .

 

Die Tätigkeiten innerhalb der Hochschulambulanz und der Impf- und Reisemedizinischen Sprechstunde umfassen die Patientenbetreuung und Versorgung, die Probenvorbereitung und deren Versand für Labordiagnostik sowohl im Rahmen von Routinediagnostik als auch von klinischen Studien. Zum Aufgabengebiet gehören des Weiteren das Aufziehen von Impfungen, das Bestellwesen von Impfstoffen, die Aufnahme und Verwaltung von Patientendaten, die Leistungserfassung sowie weitere medizinische Hilfstätigkeiten. Medizinische Themenfelder der Hochschulambulanz und der reisemedizinischen Impfsprechstunde umfassen unter anderem die Diagnostik und Therapie Reise-assoziierter Erkrankungen, die reise- und impfmedizinische Beratung, das Impfen sowie die arbeitsmedizinische Vor- und Nachsorge von Arbeitsaufenthalten im Ausland.

Bewerberinnen und Bewerber sollten neben der Fähigkeit zu verantwortungsvoller und eigenständiger Tätigkeit auch die Motivation für ein vielseitiges und flexibles Berufsprofil mitbringen. Wir erwarten ein offenes und freundliches Wesen gegenüber Patientinnen/Patienten und Mitarbeitenden. Freude an Teamarbeit und ein offener Umgang mit Menschen aller Nationen wird erwartet.

Es gilt der Tarifvertrag der Universitätsklinika Baden-Württemberg (TV-UK). Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Vorstellungskosten können leider nicht übernommen werden. Bitte beachten Sie die geltenden Impfregelungen.


Schloss Rauischholzhausen

TropPaed 2023 - 13. Intensivkurs Tropenpädiatrie und Globale Kindergesundheit

Der fünftägige Intensivkurs über Tropenpädiatrie und Globale Kindergesundheit findet seit 2010 jährlich statt, wird kontinuierlich weiterentwickelt und adressiert die wichtigsten medizinischen, interkulturellen, politischen und infrastrukturellen Herausforderungen der globalen Pädiatrie.

Datum

15.-19. Mai 2023
(Anreise: 14. Mai 2023)

Ort

Schloß Rauischholzhausen

Info

Maximale Teilnehmerzahl: 50
Kurssprache: Englisch

Willkommen

Nach Pandemie-bedingtem Ausfall des Kurses im Jahr 2021 und Verschiebung von TropPaed Kurs sowie GTP Jahrestagung in die warme Jahreszeit, um eine Präsenzveranstaltung möglichst wenig durch COVID-bedingte Einschränkungen zu gefährden, freuen wir uns Sie ein zweites Mal im Mai nach Rauischholzhausen einladen zu dürfen!

Wir möchten Ihnen wieder ein abwechslungsreiches Programm aus Vorlesungen, praktischen Kleingruppenarbeiten und klinisch orientierten Seminaren anbieten. Darüber hinaus soll es viel Zeit geben für internationalen Austausch von Plänen und Erfahrungen.

Im Verlauf unserer Planung werden Sie auf dieser Seite kontinuierlich mehr Details zum Stundenplan und den Vortragenden erfahren.

Vorläufiges Programm

Hier finden Sie die vorläufigen Themenkomplexe des Kurses. An manchen Tagen werden zusätzlich Fallbespiele der internationalen Gäste präsentiert sowie ein Abendprogramm stattfinden.

Am Anreisetag Möglichkeit eines Abendessens (Beginn zw. 19-20 Uhr)

Täglich Frühstück (7-8:30), Mittagessen (ca. 12:45-14:15) und Abendessen (ca. 18:45-20 Uhr)
Zwei Kaffeepausen
Teilweise nach dem Abendessen optionales Abendprogramm

Donnerstag Abend: Abschiedsfeier mit Motto!

Abreise am Freitag nach dem Mittagessen gegen 14 Uhr.

COVID-19: Aktuelle Regelungen werden vor Kursbeginn bekannt gegeben.

Optionale Möglichkeit der Anreise schon am Sonntag.
Check-In ab 17 Uhr mit Abendessen gegen 19-20 Uhr.

Start: ca. 8:45   —   Ende: ca. 21 Uhr

  • Vorstellungsrunde
  • Einführung in die “Globale Kindergesundheit”
  • Überblick über internationale Programme
  • Weitere Themen folgen
  • Abendprogramm

Start: ca. 8:45   —   Ende: ca. 21 Uhr

  • Einführung in den Themenkomplex des kritisch kranken Kindes im Ressourcen-limitierten Setting
  • Praktische Kleingruppenarbeiten zum Themenkomplex “das kritisch kranke Kind” – z. B. anhand der Krankheitsbilder Malaria, neurologische und respiratorische Notfälle, Mangelernährung, Schock und ETAT
  • Weitere Programmpunkte folgen
  • Fallbeispiele aus Partnerländern
  • Abendprogramm

Start: ca. 8:45   —   Ende: ca. 21 Uhr

  • Praktische Übungen zur Durchführung diverser Interventionen im Ressourcen-limitierten Setting (z. B. invasive Techniken, KMC, bCPAP, stationäre und ambulante Neonatologie)
  • Einführung in die großen Themenkomplexe HIV/AIDS, Mangelernährung und Tuberkulose
  • Weitere Programmpunkte folgen
  • Abendprogramm

Start: ca. 8:45   —   Ende: ca. 21 Uhr

  • Praktisch-klinische Kleingruppenarbeiten zu den Themenkomplexen HIV/AIDS, Mangelernährung und Tuberkulose
  • Beiträge aus an die Pädiatrie angrenzenden Fachbereichen (z. B. Chirurgie, Dermatologie, Onkologie, Familienmedizin, …)
  • Weitere Beiträge folgen
  • Abschiedsparty mit Motto und Musik!

Start: ca. 8:45   —   Ende: ca. 14 Uhr

  • Kursinhalte hier in Kürze
  • Feedbackrunde und Verabschiedung

Kursbeitrag und Anmeldung

Der Preis beinhaltet Kursteilnahme, Unterkunft vom14.-19.5., Mahlzeiten und Kaffeepausen von Sonntag (Abendessen) bis Freitag (Mittagessen) sowie Kursmaterialien. Nicht im Preis enthalten sind alkoholische Getränke und Getränke außerhalb der zu den Mahlzeiten und Kaffeepausen gereichten sowie Transportkosten und eventuell auf uns zukommende Sars-CoV-2 Pflichttestungen.

Stipendien für Kollegen aus Ländern mit limitierten Resourcen werden 2023 wieder vergeben. Bewerbungen sind bis zum 15. Oktober 2022 möglich (an: gtpscholarships(a)globalchildhealth.de). Hierfür bitten wir um Einsendung eines Motivationsschreibens inkl. Lebenslauf. Weitere Details hierzu finden Sie beim Unterpunkt “Förderung internationaler Kollegen“.

Anmeldung bald möglich

Regulärer Preis Nichtmitglieder

ab 16.3.23
1200 €

Regulärer Preis Nichtmitglieder

Early Bird bis 15.3.23
1100 €

Mitglieder-Preis GTP/ESPID

ab 16.3.23
1100 €

Mitglieder-Preis GTP/ESPID

Early Bird bis 15.3.23
1000 €
Schloss Rauischholzhausen

Veranstaltungsort

Wir freuen uns auch unseren Kurs wieder auf Schloss Rauischholzhausen, der Tagungs- und Fortbildungsstätte der Universität Gießen, stattfinden lassen zu können. Dieser historische und wunderschöne Ort ist für unseren Kurs wie geschaffen, denn er bietet die Möglichkeit alle Teilnehmer, Organisatoren und Dozenten an einem Ort unterzubringen, gute Räumlichkeiten und einen sehr fairen finanziellen Rahmen. Die vielseitige Raumauswahl wird unserem Anspruch von Vorträgen in Kombination mit Kleingruppenarbeit gerecht. Die Verpflegung beinhaltet drei Hauptmahlzeiten und zwei Kaffeepausen pro Tag. Alle bis auf eine Hauptmahlzeit werden vegetarisch sein. Den Kurs 2016 dort erstmalig auszurichten hat sich als voller Erfolg bewiesen. Hinsichtlich aktuell geltender Sars-CoV-2 Hygienebestimmungen werden wir Sie hier auf unserer Homepage informiert halten.

Schloßpark 1, 35085 Ebsdorfergrund

Sponsoren und Unterstützer

Wir danken herzlich all den ehrenamtlichen Mitorganisatoren des Kurses für ihren jahrelangen Einsatz sowie unseren finanziellen Unterstützern!

Wir versichern Ihnen, dass unser Intensivkurs produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet ist und alle Inhalte unabhängig von kommerziellen Interessen sind. Es werden keine Dienstleistungen und/oder Produkte beworben. Mögliche Interessenkonflikte werden in einer Selbstauskunft offengelegt.

European Society of Paediatric Infectious Diseases

Kindermissionswerk “Die Sternsinger”


40. GTP Jahrestagung 2022

Datum

27.5.2022
bis
29.5.2022

 

 

Ort

Basel, Schweiz

 

Ausrichter

Dr. Charlotte Adamczick
Dr. Gudrun Jäger

27.-29. Mai 2022          

Basel, Schweiz


“Integrating General Paediatrics in health systems of resource limited settings; scope of the speciality and needs assessment on staffing and logistics”

 

CME-Punkte:
18 CME Punkte
4 credits der SGP (Schweizer Pädiatrische Gesellschaft)


Update: Hygiene concept and registration process

Hygiene concept

For the GTP and many of you, this will be the first face-to-face meeting after the Coronavirus pandemic. To comply with the University Hospital regulations, we are obliged to wear a face (surgical) mask when entering the premises including the lecture hall and the foyer. We would therefore request for you to wear your mask during the entire event.

Presentation of a negative rapid test at registration is not required and no G2 status will be checked at the entrance. However, we would like to ask you to take a rapid test at home or at a test centre before you arrive.

Should you have any symptoms compatible with a Coronavirus infection, please…. stay at home/ask at reception for a rapid test/get a rapid test before attending and take extra social distancing measures.

In view of our numerous guests and scholarship holders from abroad who will be visiting German hospitals after the conference, we have a responsibility towards our guests and wider community to ensure we all stay safe and would kindly like to (take special care and) ask for your understanding and cooperation.

All information on the Corona rules can also be found on the homepage.

Registration first!

Before joining a workshop or the conference, facilitators and participants have to (Please) register first at the Centre for Teaching and Research (ZLF), entrance Hebelstraße 20. You will find the directions on the website and also attached. At registration you will be given directions to the venues of the various workshops and meetings.

The bus line No. 30, stops directly at this entrance.

The bus line No. 11, stops at the main entrance Spitalstraße. Please do not use this entrance (!), just walk around the building to Hebelstraße 20.

For better vizualisation refer to our site map.


Grußwort

Liebe GTP Mitglieder, liebe Tagungsinteressierte!

Die 40. Jahrestagung der GTP wird 2022 zum ersten Mal in der Schweiz, in Basel stattfinden. Diese vielseitige, internationale Stadt im Dreiländereck bietet uns nicht nur günstige geographische Gegebenheiten, sondern hier verbinden uns bereits bestehende Kontakte zum Schweizer Tropeninstitut und zur Universitätskinderklinik. Langjährige GTP-Mitglieder haben zudem in der Schweiz eine persönliche und berufliche neue Heimat gefunden.

In den letzten Jahren erfreute sich die Arbeit der GTP (TropPaed-Kurs, ETAT-Kurse) zunehmender Aufmerksamkeit von Schweizer Kolleg*innen. Wir möchten mit der Ausrichtung der Jahrestagung in der Schweiz die Gelegenheit ergreifen, uns hier, in einem Umfeld mit langer Tradition und Erfahrung im Bereich Tropenmedizin und Globaler Gesundheit, über die Themen der globalen Kindergesundheit mit einem breiten Kreis Gleichgesinnter auszutauschen, die Aktivitäten der GTP bekannter zu machen, für Mitarbeit zu werben und Netzwerkbildung zu fördern.

Das Schwerpunktthema der kommenden Tagung wird sein: „ Integrating General Paediatrics in health systems of resource limited settings; (scope of the speciality and needs assessment on staffing and logistics“).

Wir möchten mit dieser Themenwahl die komplexen Zusammenhänge diskutieren, die zu einer gut strukturierten pädiatrischen Grundversorgung führen. In vielen Bereichen pädiatrischer Versorgung konnten in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt werden. Internationale Programme wie zum Beispiel zur Bekämpfung von Malaria, HIV, TB, Stärkung von Impfstrategien und Neugeborenenprogramme trugen wesentlich zur Senkung der Kindersterblichkeit bei.

Dennoch fehlt es heute in vielen Partnerländern an strukturierter pädiatrischer Vorsorge und chirurgischer Versorgung. Es mangelt an Ambulanzen mit adäquaten diagnostischen Möglichkeiten für chronische, endokrinologische und neurologische Erkrankungen, sowie palliativer Betreuung und kontinuierlicher, qualitativ guter Begleitung und Nachsorge.

In den nächsten Wochen finden Sie hier Aktualisierungen des Programms und Information zu unseren Referent*innen.

Wir freuen uns auf einen regen internationalen Austausch mit Ihnen/Euch über Erfahrungen und Lösungsansätze, die uns helfen, den Kindern weltweit durch verbesserte Gesundheitssysteme einen guten Start ins Leben zu ermöglichen und sie durch ihre Kindheit und Jugend zu begleiten.

Ihre

Gudrun Jäger & Charlotte Adamczick
Tagungspräsidentinnen

Das Organisationsteam


Tagungsprogramm

Zeiten sind als CET angegeben.

Letzte Aktualisierung: 05.05.2022
- Kleine Zeitanpassungen der Vortragsslots

Freitag  13:00 - 22:00

13:00-18:00  –  Registrierung und Poster set-up

13:30-15:30 – Workshops Teil 1

  • Ultraschall in LMICs
  • Ausgebucht: Workshop der AG Klimawandel und globale Kindergesundheit
  • How (not) to go abroad

15:45-17:45 – Workshops Teil 2

  • Ultraschall in LMICs
  • Kinderchirurgie in LMIC: Gastroschisis Workshop
  • Titel geändert: „Medizin unter erschwerten Bedingungen“ und „Wie wirkt sich die westliche E-Mobilität auf die Menschenrechtssituation im Kongo aus?“ (AG Gesundheitsfachberufe)
  • Workshop der AG ETAT+
  • Postkoloniale Entwicklungspolitik

15:30-18:00 – Vorstandssitzung

18:15-18:45 – Tagungserföffnung

  • Grußworte der Ausrichterinnen (C. Adamczick, G. Jäger)
  • Grußworte der GTP Vorsitzenden (S. Kotsias-Konopelska, C. Schmidt)
  • Grußworte des stellv. medizinischen Direktors der Universitätskinderklinik Basel (S. Schulzke)

18:45-19:45  –  Festvortrag
Global Child Health after the easy victories: time to step up for the difficult ones
T. Tylleskär – University Bergen & FESTMIH

19:45-20:00  –  Kurzfilm: Interviews mit Kindern weltweit

20:00-22:00  –  Get together und Apero riche

Samstag  8:30 - open end

8:30-8:40   Grußwort und Einleitung des akademischen Programms
J. Uetzinger – SwissTPH

8:40-10:00  Session 1: “Healthy (IT) systems” to reach every child in countries with restricted and limited resources

Challenges and opportunities in a changing world of communication. How to reach every child from the hospital to remote communities, through new health technologies and telemedicine to provide sustainable quality care and empower health personal.
Chairs: C. Adamczick, P. Meißner

  • 8:40-9:00   How to make health care as affordable and accessible as possible: challenges and lessions learnt from West and Central Africa
    N. Schramm – UNICEF
  • 9:00-9:20   “Banda Health”: a cloud-based clinic management system to empower healthcare providers in low-income communities across Africa to get the most out of the available resources
    S. Letchford – Kijabe Hospital, Kenia & Cofounder and president of Banda Health
  • 9:20-9:35   Digital health solutions for child care in LMICs –  the example of ALMANACH
    A. Junker – SwissTPH digital health unit
  • 9:35-9:45   Abstract: Burden reduced cleft lip and palate care and healing – optimizing treatment strategy with minimal burden for patients and health systems
    B. Gözcü – Cooperation BRCCH, Basel, Warsaw, Hyderabad
    9:45-10:00   Abstract: Digital Media supporting patients with skin diseases in Sub Saharan Africa
    P. Schmid

10:00-10:30   Kaffeepause

10:30-12:00   Session 2: GTP projects, partnerships and Swiss organizations
Overview of GTP projects and working groups and presentation of Swiss organizations related to global child health
Chairs: S. Kotsias-Konopelska, C. Schmidt

  • 10:30-10:45  Neonatology in Tanzania: Residence program
    A. Züchner – CCBRT, Tanzania
  • 10:45-11:00   EKFS/GTP paediatric ultrasound network: experiences from international teaching and practical training courses
    C. Schmidt – St. Vinzenz Hosp. Dinslaken
  • 11:00-11:15   The ETAT program at a glance and experiences from GTP courses
    J. Lindert – Great Ormond St. Hosp. London
    B. Zimmer – Universität Münster
    S. Loetz – Olgaspital Stuttgart
  • 11:15-11:30   Training and strengthening of health systems in Sierra Leone in cooperation with the MoH
    G. Jäger – Kinderspital St. Gallen
  • 11:30-12:00  Presentations of Swiss foundations and organizations (10 min each):
    1. Paediatric critical care in LMIC with refugee crisis
    R. Anderson – Zurich University Hospital, MSF Swiss
    2. Calcutta Project Basel – A student-led project in the fields of health and prevention
    Z. Roth – Foundation Calcutta Project Basel
    3. 30 year experience of Kantha Bopha Children Hospitals in Cambodia
    Michael Grotzer – Director University Children Hospital Zurich, vice president Katha Bopha Foundation

12:00-13:15   Mittagspause und Poster walk

13:15-14:40   Session 3: Preventive Child Health, chronic diseases and NCDs
Is prevention and screening for child and adolescent illnesses neglected in Global Child Health?
Chairs: F. Jäger, W. Schimana

  • 13:15-13:45   Promoting health and wellbeing in children and adolescents; the role of school health
    V. Baltag & B. Delmans – WHO department of maternal, newborn, child and adolescent health.
  • 13:45-14:00   Burden of NCDs and chronic diseases in LMICs with a focus on Allergies and Asthma
    A. Weise – Kaltenkirchen
  • 14:00-14:15   The diagnostic and treatment gap in child neurology in low resource settings – Example East Africa
    T. Oneko – Kenya Medical Institute, Center for Global Health Research
  • 14:15-14:25   Abstract: Continuum of care for low birth weight infants in the neonatal period in Ghana – A constructivist grounded theory study
    C. Schuler – Zurich
  • 14:25-14:35 Abstract: Travel time to reach health care facilities in the referral pathway for paediatric emergency treatment in Boeny, Madagascar
    M. Braun – University Witten/Herdecke
  • 14:35-14:40   Discussion

14:40-15:10   Kaffeepause

15:10-17:15   Session 4: Paediatric surgergy, – orthopedics, rehabilitation and palliative care in LMICs
While some children may be cured through minor operations, others have a long way to go in rehabilitation and physiotherapy, where it is available. When cure is no longer possible, families and caretakers need special attention and support.
Chairs: J. Lindert, K. Lakhoo

  • 15:10-16:10   Surgery
    15:10-15:25   Global Paediatric Surgery
    N. Wright – UK
    15:25-15:40   Gastroschisis care at Bugando Medical Center, Tanzania
    A. Masenga – Bugando Medical Center
    15:40-15:50   Paediatric injury: a call to action for a looming epidemic
    D. Mazingi – Zimbabwe
    15:50-16:00   Improved clubfoot treatment through local networking – experiences in a project in Orissa/India 
    B. Speth – UKBB, Basel
    16:00-16:10   Paediatric burns
    W. Bislima – Bukavu General Hospital
  • 16:10-17:15   The child with disability and need for rehabilitation
    16:10-16:25   Rehabilitation and physiotherapy in low-income communities in Kenya
    S. Letchford – Kijabe Hospital, Kenia
    16:25-16:40   Care-program for young patients with Albinism in Malawi
    R. Moser
    16:40-17:00   Is paediatric palliative care possible in settings with limited ressources?
    S. Loetz – Olgaspital Stuttgart
    J. Chikwana – Zomba Regional Hospital, Malawi
    17:00-17:15   Celebrating Carers: Recognising the Contribution of Family Carers and Addressing their Needs in Low and Middle-Income Countries
    A. Patil – NGO Carers world-wide

17:15-19:00   GTP Mitgliederversammlung

19:30  Abendprogramm und Abendessen im “Atlantis” im historischen Stadtkern Basel

Sonntag  8:30 - 13:30

8:30 – 10:30   Session 5: New strategies to diagnose and treat high burden infectious diseases within the paediatric community and ways to implement those in existing health systems, keeping a critical eye!
Chairs: E. Molyneux, S. Gehring

  • 8:30-8:45   Innovative drugs in helminth infection suitable for the paediatric population
    J. Keiser – SwissTPH, Department of Medical Parasitology and Infection Biology
  • 8:45-9:00   Abstract: Effectiveness of rectal artesunate as pre-referral treatment for children with severe malaria in sub-Saharan Africa
    M. Hetzel – Swiss TPH
  • 9:00-9:15   Malaria Elimination in the Greater Mekong Region
    L. v. Seidlein – Mahidol Oxford Tropical Research Unit, Bangkok
  • 9:15-9:45   TB care integrated in general paediatic health services; update on guidelines and application
    S. Verkuijl – WHO Global Tb program
    M. Casenghi – WHO Pedaids
  • 9:45-10:00   New international guidelines on Sepsis treatment
    L. Schlapbach – University Childrens’ hospital Zürich
  • 10:00-10:10   Abstract: Use of a 9-valent-RT-PCR-ELISA in acute febrile patients
    G. Haist – University Hospital Mainz
  • 10:10-10:20   Abstract: Clinical Characteristics, transmission rate and outcome of neonates born to COVID-19 positive mothers: a prospective case series from a low and middle income country
    M. Rood – Suriname, Rotterdam
  • 10:20-10:30   Discussion

10:30-11:10   Kaffeepause

11:10-13:00   Session 6: There is more than just COVID-19
The importance of vaccinations in prevention of childhood illnesses and the impact of COVID-19 on global child health
Chairs: U. Heininger, N. Ritz

  • 11:10-11:35   Interruption and consequences of paediatric general services through the COVID-19 pandemic: update, resume and outlook
    E. Molyneux – Queen Elizabeth Central Hospital and College of Medicine, Blantyre
  • 11:35-11:50   Bio-psycho-social aspects in the pandemic; Swiss example and results of the “Ciao Corona” study
    S. Kriemler – Leitung “Ciao Corona” Studie
  • 11:50-12:10   Science meets politics with a global perspective
    U. Heininger – UKBB, Department of Infectious Diseases
  • 12:10-13:00   Panel discussion: Is there something such as “global vaccine equity”?

13:00-13:30   Verabschiedung und Ausblick auf die Jahrestagung 2023


Call for abstracts

Deadline verlängert: 31. März 2022

Wir laden Sie ein, Abstracts zu Ihren Forschungsarbeiten, Projekten oder klinischen Arbeiten einzureichen, die im Zusammenhang mit den Themen unserer Konferenz stehen. Sie werden systematisch geprüft und für eine mündliche oder Posterpräsentation in Betracht gezogen.

Bitte senden Sie Ihren Abstract an: gtp2022-abstracts(a)globalchildhealth.de

Unter den eingereichten Abstracts wird der Helmut-Wolf-Preis verliehen.

Abstractkriterien:

  • Englisch oder Deutsch (vorzugsweise Englisch)
  • max. 3000 Zeichen inkl. Leerzeichen
  • Gliederung in die Bereiche: Fragestellung / Projektbeschreibung, Methodik, Ergebnisse, Diskussion und Schlussfolgerung.


Tagungsort

Universitätsspital Basel, Schweiz

Adresse
Spitalstrasse 21 / Petersgraben 4
4031 Basel
Schweiz

Konferenzeingang:
Hebelstr. 20

Homepage


Rahmenprogramm

Freitag

Get together
Nach dem Tagungsauftakt laden wir Sie zum geselligen Verweilen bei einem Stehimbiss mit Getränken ein. Die Teilnahme ist im Tagungspreis inbegriffen, wir bitten um Angabe Ihrer Teilnahme bei der Anmeldung zum Zwecke der Cateringplanung.

Samstag

Kulturprogramm während der Mitgliederversammlung
In Kürze werden wir hier eine Sammlung an Kulturhinweisen für Tagungsteilnehmer bereitstellen, die nicht an der GTP-Mitgliederversammlung teilnehmen werden, um die Zeit bis zu unserem gemeinsamen Gesellschaftsabend zu überbrücken.

Gesellschaftsabend
Wir freuen uns mit Ihnen den Gesellschaftsabend im atmosphärischen Atlantis genießen zu können! Bei Speisen, Getränken und live Musik haben wir die Möglichkeit uns mit Kolleginnen und Kollegen weiter auszutauschen und zu feiern.


Unterkunft

Die Jugendherberge Basel ist eine einladende und zum Tagungsort nah gelegene Unterkunft. In Doppel- bis Sechsbettzimmern können Sie kostengünstig und zugleich in stilvoller Athmosphäre übernachten. Weitere Informationen zur Unterkunft sowie Verfügbarkeit von Zimmern finden Sie auf der Homepage der Schweizer Jugendherbergen.

Jugendherberge Basel
Maja Sacher-Platz 10
4052 Basel
Schweiz

basel(a)youthhostel.ch

Tel: +41 61 272 05 72


Anmeldung, Teilnahme und Gebühren

  Early bird (bis inkl. 28.2.22)Regulärer Preis (ab 1.3.22)
GTP MitgliedStudentIn / Gesundheitsfachberuf€ 80€ 90
Arzt / Ärztin€ 190€ 210
Kein GTP-MitgliedStudentIn / Gesundheitsfachberuf€ 90€ 100
Arzt / Ärztin€ 210€ 230
GesellschaftsabendStudentIn / Gesundheitsfachberuf€ 30€ 50
Regulär€ 50€ 70
Zusätzliche Begleitperson (sofern noch Kapazitäten)s.o.s.o.

 

Stornierungsrichtlinien:
– Absage bis 27.4.2022: Erstattung der gesamten Tagungsgebühr.
– Absage bis 13.5.2022: Erstattung von 50% der Tagungsgebühr.
– Absage ab dem 14.5.2022: Keine Rückerstattung der Tagungsgebühr.

 

Zertifizierung:

18 CME Punkte
4 credits der SGP (Schweizer Pädiatrische Gesellschaft)

Zur Tagung anmelden

Erklärung zu Interessenskonflikten und Sponsoring

Die Inhalte dieser Veranstaltung werden produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet. Wir bestätigen, dass die wissenschaftliche Leitung und die Referenten potenzielle Interessenkonflikte gegenüber den Teilnehmern offenlegen.

Wir danken folgenden Unterstützern, durch deren Zuwendung die Durchführung der Veranstaltung ermöglicht wurde:


Copyright


Aktualisierte Leitlinie: Empfehlungen zur infektiologischen Versorgung von Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland

Wir zitieren hier den Text der offiziellen Pressemitteilung, der im Original auf der Seite der DGKJ veröffentlicht wurde.

 

Geflüchtete Kinder brauchen eine spezielle medizinische Versorgung

Aktuelle Empfehlungen zur infektiologischen Versorgung von Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland

Um geflüchteten Kindern eine kompetente medizinische Unterstützung geben zu können, ist eine strukturierte Versorgung unverzichtbar. Für die sinnvolle und notwendige Infektionsprävention und -diagnostik wurden jetzt spezielle Fachempfehlungen vorgelegt.

Ob geflohen vor Kriegen, Naturkatastrophen oder Armut - geflüchtete Kinder haben eine oft extrem belastende Zeit hinter sich, lange, strapaziöse Reisen, traumatische Erlebnisse. Je nach Herkunftsland war ihre medizinische Versorgung auch schon vor der Flucht mangelhaft und die Gesundheitsbelastung groß. Diese Kinder und Jugendlichen müssen hier in einer speziell geschulten medizinischen Betreuung aufgefangen werden, um ihre besonderen Gesundheitsrisiken und -bedürfnisse erkennen und kompetent versorgen zu können.

In die Empfehlungen flossen Erfahrungen zum medizinischen Bedarf von Flüchtlingen und insbesondere auch über die Prävalenz von spezifischen Infektionserkrankungen ein, die Mitarbeiter/-innen des Gesundheitssystems bezüglich seit 2015 sammeln konnten. Zwischen 40.000 und 200.000 minderjährige Flüchtlinge im Jahr suchen seither Schutz in Deutschland [vgl. Empfehlungen, S.19]. Auch für die kommenden Jahre ist eine hohe Zahl an Flüchtlingen zu erwarten, aktuell insbesondere aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine.

Die Stellungnahme wurde als AWMF-Leitlinie der Stufe 1 angelegt und von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI e.V.), der Gesellschaft für Tropenpädiatrie und Internationale Kindergesundheit (GTP e.V.), dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e.V.) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ e.V.) erarbeitet. Zahlreiche weitere Fachgesellschaften und Organisationen wurden einbezogen.

Die jetzt vorgelegten Empfehlungen zielen darauf,

  • einen unvollständigen Impfschutz frühzeitig zu erkennen und rasch zu vervollständigen (z.B. Poliomyelitis, Masern, COVID-19)
  • übliche Infektionskrankheiten im Kindes- und Jugendalter, auch vor dem Hintergrund von Sammelunterkünften, Sprachbarrieren und unterschiedlichen kulturellen Auffassungen, zu diagnostizieren und zu behandeln
  • in Deutschland seltene Infektionskrankheiten frühzeitig zu erkennen und zu therapieren (z.B. Tuberkulose, Dengue-Fieber).

Den Autor/-innen ist sehr bewusst, dass Kindergesundheit weit mehr braucht als einen guten infektiologischen Schutz: Psychische Gesundheit und ein sicheres und fürsorgliches Umfeld, Integration und Bildungschancen sind zentrale Aspekte für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterlebnissen.

Eine strukturierte und adäquate medizinische Versorgung ist ein unverzichtbarer Beitrag, der aber politisch auch abgesichert werden muss: Noch gibt es weder im ambulanten noch im stationären Bereich ausreichend Personal und finanzielle Mittel hierfür – angesichts der auch in Zukunft zu erwartenden hohen Zahl an minderjährigen Flüchtlingen eine akute Herausforderung, die eine vordringliche Aufgabe der Politik sein muss.

 

Hier finden Sie die aktualisierten Empfehlungen zur infektiologischen Versorgung von

Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland


Nachruf: Prof. Dr. Michael Leichsenring

Nachruf Prof. Dr. Michael Leichsenring

Im Alter von 68 Jahren verstarb bereits am 19.1.2022 Prof. Dr. med., Prof. h.c. (RSSPMCP) Michael Leichsenring. Bis zuletzt galt sein unermüdliches Wirken der Verbesserung der Kindergesundheit weltweit.

 

Leichsenring studierte von 1978-1984 Humanmedizin in Düsseldorf und erwarb von 1981-1983 parallel ein Diplom in Afrikanologie/Kisuaheli an der Universität Köln. 1984 absolvierte er auch den Diplomkurs des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg. 1985 begann er die Weiterbildung zum Kinder- und Jugendarzt an der Kinderklinik der Universität Düsseldorf, die er ab 1987 an der Kinderklinik der Universität Heidelberg fortsetzte und 1992 abschloss und sich 1993 für das Fach Kinderheilkunde habilitierte. In den Abteilungen Allgemeine Pädiatrie und für Neonatologie der Kinderklinik der Universität Heidelberg arbeitete er von 1993 bis 1995 als klinischer Oberarzt, wobei er sein früher aufgenommenes Engagement für die Gesundheit und Ernährung von Kindern in Entwicklungsländern fortsetzte und 1995 bis 1997 die Sektion Tropenpädiatrie leitete. 1999 folgte er dann einem Ruf auf eine Professur an der Kinderklinik der Universität Ulm, die mit der Funktion des geschäftsführenden Oberarztes verbunden war. Außerdem leitete er die Bereiche Pneumologie/Mukoviszidose, Allergologie und Stoffwechselerkrankungen, wo er sich unermüdlich und mit großer Hingabe für Patienten mit seltenen Erkrankungen einsetzte. Im Jahr 2019 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Neben seiner klinischen Tätigkeit interessierten Michael Leichsenring das Leben und die gesundheitlichen Herausforderungen fremder Nationen und Kulturen und insbesondere die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in der Kinderheilkunde. Aus dieser Tätigkeit ist nicht nur die Motivierung zahlreicher junger Kolleginnen und Kollegen für eine Tätigkeit im Bereich Tropenpädiatrie und internationale Kindergesundheit zu erwähnen. Als Ausrichter von Fachtagungen der Arbeitsgemeinschaft Tropenpädiatrie (ATP) - später GTP - war er auch in Deutschland ein Pionier im Bereich Global Child Health. Neben der Planung von großen Projekten, war für ihn stets die Verbesserung der individuellen Situation kleiner und großer Patienten von Bedeutung.

Prof. Leichsenring neben Prof. Krawinkel 1995 in Moshi

Unter diesem Vorzeichen stand auch seine Beratungs- und Lehrtätigkeit in Kirgistan (1999, 2002, 2003, 2004), Usbekistan (2009, 2012, 2013), Tadschikistan (2011) im Auftrag der kfW-Entwicklungsbank, Frankfurt/Main; und sein Engagement als Projektleiter der EU-Projekte ‘Higher Education Network for Applied Human Nutrition between Eastern Africa and Europe (HENNA)’ in Äthiopien, Kenia und Uganda und ‘E-Learning Network on Food and Nutrition Security (eLEFANS)’ mit Partneruniversitäten in Ostafrika und Europa (2008-2017); und er beriet das EU/Erasmus Plus-Programm für Zentralasien (2019-zuletzt).

Leichsenring war Mitglied der Dt. Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, der European Society for Pediatric Research, der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Stoffwechselkrankheiten, der Dt. Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit sowie der Arbeitsgemeinschaft Tropenpädiatrie/Gesellschaft für Tropenpädiatrie und globale Kindergesundheit. Er publizierte über 30 Veröffentlichungen allein zu globaler Kinderheilkunde und Ernährung.

Prof. Leichsenring at a sonography teaching in Tadschikistan 2019

Für seinen Jahrzehnte langen Einsatz für internationale Kindergesundheit, insbesondere im Bereich Unterernährung und Infektionskrankheiten (Tuberkulose, Onchozerkose, Malaria) in Afrika und bis zuletzt in den letzten 15 Jahren für die strukturelle Verbesserung der Kindergesundheit in Zentralasien (wofür er eine Ehrenprofessur in Uzbekistan erhielt), wird er für viele Menschen unvergessen bleiben. Er war für viele Pädiater und KollegenInnen in Deutschland ein Visionär, Mentor, Wegbegleiter, Freund und Vorbild. Jemand sagte einmal über ihn: „A leader, who puts into practice, what others keep talking about.“ Zu unserem großen Bedauern hat die Welt diesen brillanten Menschen viel zu früh verloren.

 

Peter Meißner, Konstanz
Matthias Nelle, Böblingen/Bern
Michael Krawinkel, Gießen


Pädiatrische ETAT+ Kurse 2022

10.-12. Juni 2022 in Hamburg und

1.-3. Oktober 2022 in Dresden

Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen!

 

Überblick

  • Zielgruppe: Ärzte und Pflegekräfte mit Arbeitserfahrung, die sich auf einen Auslandseinsatz in LMIC vorbereiten
  • Kurssprache: Englisch
  • Kursveranstalter: AG ETAT der GTP
  • Hamburg: Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
  • Dresden: ISIMED Uniklinikum Dresden
  • Kursgebühren: Ärzte 300€, Pflegekräfte 150€
  • Flyer mit weiteren Informationen
  • Anmeldung

Das Konzept  ETAT

ETAT+ (Emergency Triage Assessment and Treatment) ist eine strukturierte und nachgewiesenermaßen effektive Intervention, die speziell für den Einsatz in primären Gesundheitseinrichtungen mit limitierten Ressourcen in Ostafrika und Asien entwickelt wurde. Mit Hilfe dieser Maßnahmen werden die ärmsten und vulnerabelsten Kinder in ländlichen Regionen erreicht.

ETAT Richtlinien sind darauf ausgelegt sich mit häufig vorkommenden pädiatrischen Fragestellungen innerhalb von Gesundheitseinrichtungen im ressourcen-limitierten Setting auseinanderzusetzen, wo

  • die Mortalität stationärer Patienten hoch ist.
  • die meisten Patienten innerhalb der ersten 24h nach stationärer Aufnahme versterben.

Häufige Hürden in solche einem Setting sind: unzureichende medizinische Versorgung, mangelnde Kompetenzen, insbesondere in der Erstversorgung, keine oder wenige schriftlich festgehaltene Behandlungsprotokolle, Verzögerungen im Behandlungsbeginn. Die ETAT Richtlinien wurden von der WHO entwickelt und stellen eine angepasste Form der Advanced Paediatric Life Support (APLS) Richtlinien dar, welche in Industrienationen standardmäßig verwendet werden. Mit Hilfe von ETAT werden bei Kindern akut lebensbedrohliche Situationen erkannt, die besonders häufig in ressourcen-limierten Gebieten auftreten, wie z. B. Atemwegsobstruktionen und andere akute infektionsbedingte Atembeschwerden, Schock, schwere Beeinträchtigungen des Bewusstseins (z.B. Koma oder Konvulsionen) und schwere Dehydratation. Auf strukturierte und leicht verständliche Weise bietet ETAT ein Konzept zur Erkennung und Behandlung an.

Die ETAT Richtlinien wurden in Malawi entwickelt und klinisch in verschiedenen Ländern, wie z. B. Angola, Brasilien, Kambodscha, Indonesien, Kenia and dem Niger getested.

In vielen Gebieten ist ETAT ein Grundpfeiler des Erstkontakts mit Patienten.

 

Der pädiatrische ETAT+ Kurs

Innerhalb der GTP entstand die AG ETAT auf Initiative dreier Absolventinnen des TropPaed Intensivkurses, die in verschiedenen Auslandseinsätzen die klinische Bedeutung von ETAT erlebt, sich zu Tutoren ausbilden lassen und selbst Kurse im Ausland geleitet haben. Der erste ETAT+ Kurs wurde erfolgreich im September 2018 in Witten/Herdecke ausgerichtet und fand großen Zuspruch. Der Kurs wird nun regelmäßig angeboten.

Der Kurs zielt durch Ausbildung von Fachpersonal sowie durch das Erlernen von Strategien zur Triagierung und Behandlung von kranken Kindern in Ressourcen-limitierten Gebieten auf die Verbesserung der globalen Kindergesundheit ab. Er bietet die Einführung in ein gut organisiertes und qualitativ wertvolles Konzept zur pädiatrischen Erstversorgung, welche die Krankenhausmortalität von Kindern deutlich senken kann.

Kursinhalte

Zusätzlich zu Vorträgen beinhaltet der Kurs interaktive Trainingseinheiten, wie z. B.:

  • Beutelbeatmung
  • Intraossäre Zugänge
  • Reanimation von Kindern und Neugeborenen
  • Viele praktische Fallsimulationen im Rollenspiel
Lernziele
  • Erfolgreiche Triagierung aller kranken Kinder in folgende Kategorien:
    • Kinder mit akuter Problematik (“emergency signs”)
    • Kinder mit dringender Problematik (“priority signs”)
    • Kinder mit Symptomen, die keiner dringenden Intervention bedürfen
  • Beurteilung der Luftwege und Atmung sowie Einleitung einer adäquaten Notfallbehandlung
  • Beurteilung der kardialen Situation sowie der Bewusstseinslage
  • Adäquate Behandlung von Schock, Koma und Krampfanfällen bei Kindern
  • Einteilung und Behandlung von schwerer Dehydratation von Kindern mit Durchfallerkrankungen
  • Management der akuten schweren Unterernährung
  • Management eines kranken Neugeborenen und eines Frühgeborenen
  • Einteilung und Behandlung von Brandverletzungen und Unfallverletzungen bei Kindern
  • Planung und Implementation des ETAT Konzepts in der eigenen Arbeitsumgebung
Aussagen von Kursteilnehmern

“I liked all of the practical sessions – all very useful.”
“Very practical and structured training.”
“I liked the trainer team: good mixture, lots of experience, passionate teaching.”


Pädiater*in für klinische Supervision in Ausbildungsprogramm in Sierra Leone

German Doctors e. V. sucht erfahrene Pädiater*innen für die Supervision und Ausbildung von Studierenden während ihrer ersten klinischen Rotation in Krankenhäusern im Norden von Sierra Leone.

Dauer: Projekteinsatz für 6 Wochen

Bewerbung: Ab sofort für Einsatz ab Sommer 2022

 

Hintergrund zum Projekt:

Sierra Leone, ein Land mit rund 7 Millionen Einwohnenden, hat eine hohe Kindersterblichkeit und eine im Verhältnis niedrige Zahl an Ärzt*innen.  Die medizinische Versorgung in dem westafrikanischen Land wird - vor allem außerhalb der Hauptstadt Freetown - vorwiegend durch Community Health Officer und Pflegefachpersonen gewährleistet.

Zusammen mit dem Gesundheitsministerium wurde im Herbst 2021 in Sierra Leone ein Ausbildungsprogramm gestartet, um Absolvent*innen der School of Clinical Sciences in Makeni in einem 2-jährigen Programm in verschiedenen Fachrichtungen weiterzubilden.  Insgesamt 3 NGOs, die alle bereits über Jahre hinweg in Sierra Leone tätig sind, begleiten Ausbildungen mit anerkanntem Bachelorabschluss in der Chirurgie, der Inneren Medizin oder der Pädiatrie.

Der German Doctors e.V. ist seit über 10 Jahren in der Ausbildung von Health Care Workern in Sierra Leone tätig und für den 2-jährigen pädiatrischen Ausbildungsgang mitverantwortlich.

 

Einsatzbeschreibung:

Für die Supervision und Ausbildung der Studierenden während ihrer ersten klinischen Rotation in Krankenhäusern im Norden von Sierra Leone werden erfahrene Pädiater*innen für 6 Wochen andauernde Einsätze gesucht.

Die Krankenhäuser liegen in abgelegenen Regionen des Landes und erfüllen dort eine landestypische medizinische Versorgung. Die Arbeit in den Krankenhäusern erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Mediziner*innen vor Ort, oftmals Tropenmediziner*innen aus dem europäischen Raum. Fachliche Grundlage der Ausbildung sind die nationalen Richtlinien sowie die ETAT+ Richtlinien und Empfehlungen von MSF und der WHO. Zwei Programmkoordinator*innen (medizinisch und administrativ) zuständig für das Pädiatrieprogramm arbeiten vor Ort und sind direkte Ansprechpersonen für medizinische und organisatorische Fragen.

 

Aufgaben:

  • Supervision der Studierenden während der durch sie erfolgenden Patient*innenversorgung entsprechend ihrer Kompetenzen
  • Teilnahme an den Krankenhausdiensten gemeinsam mit den Studierenden
  • Regelmäßige Evaluation und Ausbildung der Studierenden, aber auch der Pflegefachpersonen und Community Health Worker im klinischen Bereich

 

Voraussetzungen:

  • Pädiater*in mit abgeschlossener Facharztausbildung und Erfahrung mit klinischer Arbeit in Low Resource Settings
  • Bereitschaft, in einem Land mit deutlich limitierten Ressourcen und an einem abgelegenen Ort zu arbeiten
  • Lehrerfahrung
  • Die Einsatzärzt*innen erwartet ein anregendes Umfeld und eine interessante Aufgabe

 

Vergütung/Unterbringung:

Bei diesem Voluntäreinsatz wird ein Teil der Flugkosten erstattet; Kost und Logis vor Ort sind frei. Weitere Informationen finden Sie hier.

Sierra Leone ist ein politisch stabiles Land, welches Ausflüge in der Umgebung der Krankenhäuser bzw. auf der Western Peninsula ermöglicht.

 

Kontakt:

German Doctors e.V. Einsatzplanung
Frau Carola Walter (carola.walter(a)german-doctors.de)

 

 

 

 

 

 

 


GOING Survey - machen Sie mit!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gesellschaft für Tropenpädiatrie und internationale Kindergesundheit beschäftigt sich in einer Arbeitsgruppe mit den Interessen von und Weiterbildungsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte im Gebiet „Global Child Health“ im In- und Ausland.

Hierzu haben wir eine kurze (15 Minuten) Umfrage entworfen, die Informationen darüber sammeln soll, wie junge MedizinerInnen sich auf Krankenhaus- und Universitätsebene auf dem Gebiet „Global Child Health“ weiterbilden. Mit diesen Informationen planen wir zusammen mit den Landesärztekammern die Möglichkeiten der Fortbildung und Weiterbildungsanerkennung auf diesem Gebiet zu verbessern.

Außerdem wollen wir wissen, wie sich KollegInnen auf einen Auslandsaufenthalt in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (low-and-middle-income countries = LMICs) vorbereiten und welche Zukunftsperspektiven sie damit verbinden.

Über Ihre Teilnahme an sowie die Weiterverbreitung dieser Umfrage würden wir uns sehr freuen!
Deadline ist der 31.03.2022

Hier geht es zur Umfrage!

Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung!

Barbara Zimmer und Judith Lindert
education(a)globalchildhealth.de